JETZT WIRD GEWRAPPED – Veggie-Tortillas mit Quinoa & Guacamole

am

In Mexiko buchstäblich in aller Munde: TORTILLAS! Die dünnen Teigfladen werden in der Tex-Mex-Küche meist mit Hackfleisch in „Burritos“ oder traditionell mexikanisch mit gegrillten Fleischstreifen in „Fajitas“ verwandelt. Je nach Region tun sich Veggies dort mehr oder weniger leicht, vegetarische Varianten des Klassikers zu finden. Dabei lassen sich so ziemlich alle Gemüse- und (Pseudo-)Getreidesorten sowie alle möglichen milden oder scharfen Soßen – am besten mehrere auf einmal 🙂 )- in eine Tortilla rollen…

Wer nicht unbedingt Fan von Natrium-Carboxymethylcellulose und den anderen zwanzig hübsch klingenden Inhaltsstoffen von Fertig-Tortillas ist, legt am besten selbst Hand an. Gibt a bissl Sauerei, ist aber easy und schnell gemacht (scrollt einfach mal runter) und kann reduziert werden auf die einzigen drei Zutaten, die in Tortillas überhaupt etwas verloren haben: Mehl, Wasser und Salz – sonst nix!

Mexikanische Tortillas mit Quinoa & Guacamole

Zutaten für sechs Tortillas:

  • 250 g Mehl (südmexikanisch eher Maismehl, nordmexikanisch eher Weizenmehl, eingedeutscht schmeckt aber auch Dinkelmehl sehr gut 🙂 )
  • 250 g Wasser
  • 1/2 TL Salz

Zutaten für die Füllung:

  • 250 g in Salzwasser gekochte Quinoa oder sonstiges (Pseudo-)Getreide (ich hab’s mit 1/2 Quinoa, 1/2 Bulgur getestet und kann diese Kombination wärmstens empfehlen)
  • 2 Kolben Zuckermais (nach Möglichkeit frischer; Mais aus der Dose ist nicht halb so gut)
  • 200 g Pimientos de Padrón (kleine grüne Bratpaprika)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Dose Kidneybohnen (ca. 250 g)
  • 2 Avocados
  • 1 Knoblauchzehe
  • Saft einer Limette
  • 200 g Sauerrahm
  • 1 Bund Petersilie (ja guuuut, erwischt – das ist die Anpassung für Korianderhasser 😉 ); wenn ihr das scheußliche Zeug mögt, dann nehmt in Gottes Namen wie ganz oft in der mittelamerikanischen Küche halt auch Koriander…)
  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Belieben

Für die Tortillas geben wir das Mehl in eine große Schüssel. Das Wasser kurz aufkochen lassen und mit dem Salz zum Mehl geben. Mit dem Kochlöffel solange rühren, bis die Masse so weit abgekühlt ist, dass man seine Hände zum Kneten benutzen kann. Der Teig sollte schön geschmeidig werden und nicht kleben. In dem Fall einfach noch etwas Mehl zugeben. Die fertige Teigkugel in sechs gleich große Stücke teilen. Immer etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und darauf die Stücke einzeln mit einem Nudelholz zu Tortillas ausrollen. Nicht ungeduldig sein – bei den ersten Versuchen werden sie vermutlich nicht hundertprozentig rund werden 😉

Anschließend eine Pfanne heiß werden lassen und die Tortillas einzeln OHNE Fett von beiden Seiten kurz backen, bis sie ein wenig Farbe bekommen. Nicht zu dunkel werden lassen, in knuspriger Form lassen sie sich später nicht mehr rollen. Zum Warmhalten kann man die Tortillas auf einem flachen Teller, mit einem weiteren flachen Teller abgedeckt bei geringer (!) Hitze in der Zwischenzeit in den Backofen stecken.

Für die Füllung die Maiskörner mit einem scharfen Messer vom Strunk schneiden (Achtung, Verletzungs- und Sauerei-Gefahr 😉 ) und in 1 EL Olivenöl goldbraun dünsten. Die Bratpaprika waschen und so wie sie sind in einer zweiten Pfanne mit dem restlichen Olivenöl anbraten. Die Pfanne sollte recht heiß sein, damit die Paprika Röstaromen bekommen und trotzdem noch Biss haben. Zuuuuuu dunkel sollten sie allerdings auch nicht gebraten werden, sonst können sie ziemlich bitter werden. Anschließend nur den Stiel abschneiden, das Kerngehäuse kann problemlos mitgegessen werden.

In der Zwischenzeit für die Guacamole Avocadofleisch von Schale und Kern befreien und mit der Gabel zerdrücken. Knoblauch pressen, zusammen mit dem Limettensaft zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kidneybohnen kurz unter fließendem Wasser abspülen, abtropfen lassen. Petersilie/Koriander hacken.

Quinoa und Bohnen kurz erwärmen und dann geht’s auch schon ans Befüllen: Zuerst etwas Sauerrahm auf der Tortilla verteilen, dann Quinoa, Bohnen und Mais, einige Bratpaprika und zum Schluss eine Portion Guacamole. Gewürzt wird mit Petersilie/Koriander, Salz, Pfeffer und Chiliflocken nach Geschmack. Die Füllung am besten mittig platzieren und unten einen Streifen frei lassen (siehe Bild). So kann optimal zuerst der untere Teil nach oben gefaltet und dann die Seiten eingeklappt werden.

Sollte alles auseinander fallen, isst man eben (nicht ganz stilecht, aber zweckmäßig) mit Messer und Gabel 🙂

¡Que aproveche, amigos!

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s